ab 1994   effektive Jugendarbeit 

Effektive Jugendarbeit

Woher kommen die beachtlichen Erfolge des Schützennachwuchses? Vom kontinuierlichen Training? Von der Motivationsgabe der Jugendeiter? Von? Von? Von? Liest man von dem häufigen erfolgreichen Abschneiden bei den verschiedenen Wettbewerben, so ist man versucht, die „Jugendarbeit“ durch eine rosarote Brille zu sehen. Denn bekannt werden meist nur die Spitzenleistungen, für die es Preise, Pokale, Urkunden oder dergleichen gibt.

Schön, wie diese „Jugendarbeit“ klappt!

Blickt man jedoch hinter die Kulissen, so kann man schnell erkennen, dass Leistung nicht an erster Stelle steht und nur erbracht werden kann, wenn das Umfeld stimmt. So wird die Geduld der Verantwortlichen manchmal auf eine harte Probe gestellt, wenn es am Schießstand zugeht wie auf dem Jahrmarkt: ratschen, kichern, lachen, Späße machen, necken usw.

Nicht selten muß auch die Rolle eines Seelentrösters übernommen werden, denn oft plagen die Mädels und Buben Sorgen und Nöte unterschiedlichster Art. ,,Ich bin soo müde – habe schlecht geschlafen – mein Kopf tut weh – die Schule kotzt mich an – mein Busen ist zu klein – hab Probleme am Arbeitsplatz – hab einfach keine Zeit“ und vieles mehr.

Für eine/n Jugendleiter/in ist zudem frustrierend, wenn zur vereinbarten Trainingsstunde statt der gemeldeten 30 Schüler und Jugendlichen nur mal ganze Zwei erscheinen. Auch das ist Jugendarbeit!

Mit Sicherheit ist der jungen Generation nicht bewusst, welch hoher zeitlicher und finanzieller Aufwand nötig ist, um ihnen den Sport zu ermöglichen. Genauso wenig wird es sie interessieren woher die Gelder dafür kommen und wie viel Gemeinde und Landkreis Zuschuss gewähren. Die Hauptsache für sie ist, dass sie Spaß haben und die Sache optimal „läuft“. Deshalb liegt den Verantwortlichen viel daran, die Jugend für die gemeinsame sportliche Tätigkeit zu begeistern und sie so „von der Straße“ fernzuhalten.

Das Erfolgskonzept aber sieht der Schützenmeister darin, dass es den Verantwortlichen gelingt auf die jungen Leute einzugehen, mit ihnen zu reden, sie reden zu lassen, sie ernst zu nehmen und selbstverständlich fachlich-sportliche Hilfestellung zu geben. All diese Dinge zusammen ergeben effektive „Jugendarbeit“!

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