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50. Schützenball in Emertsham

50. Schützenball in Emertsham am 22. April 2006

Königsehren zum 50. Mal vergeben

Schützenkönigsehren für Schützenmeister Uwe Hörl  mit einem 2,1 Teiler – Vitus Schneider Jungschützenkönig mit 20,2 Teiler

Emertsham. Zum 50zigsten Mal wiederholte sich der Schützenball bei der Schützengesellschaft Emertsham und somit auch die Proklamation der neuen Schützenkönige. Als erster  Schützenkönig konnte im Jahre 1956 Elektromeister Otto Zach sen. die dafür neu gefertigte Schützenkette in Empfang nehmen. Heute, 50 Jahre später, wurden die Königsehren dem Schützenmeister der SG Emertsham Uwe Hörl zuteil. Vitus Schneider wurde Jungschützenkönig

Nach den Kriegswirren Anfang der Fünfziger Jahre beschlossen einige Emertshamer einen geselligen Schützenverein zu gründen. Da bei den vorherigen Nachforschungen sich keinerlei Anhaltspunkte ergaben, dass es einen vergleichbaren Verein schon einmal gegeben hatte, dessen Tradition man fortsetzen könnte, gründeten Otto Zach sen., Andreas Mayr sen., Andreas Wimmer, Max Stauderer sen., Hans Harreker sen., Engelbert Thalhammer, Stefan Kaltenhauser, Josef Player, Hans Huber und Heinrich Sax zum 1. Dezember 1950 den Alt- und Jungschützenverein Emertsham. Bei der Gründungsversammlung ging Andreas Mayr sen. als erster Schützenmeister hervor. 28 Jahre bekleidete er dieses Amt. Da noch kein Geld in der Kasse war, borgte der damalige Vereinswirt Andreas Wimmer dem Verein  350 Deutschen Mark um den ersten Zimmerstutzen kaufen zu können. Geschossen wurde anfangs nur von der Gaststube durch eine Luke ins angrenzende Nebenzimmer. Zu der Zeit gab es auch noch keine Scheibenzuganlage. Deshalb saß der sogenannte „Zieler“ hinter einem Verschlag und zeigte die geschossenen Ringe anhand von Tafeln an. Ein „Juchzer“ bei einem 12er brachte dem dann schon mal ein „Zehnerl“ vom erfolgreichen Schützen ein. Im Jahre 1955 begann der Verein bei der Bevölkerung  für die notwendige Grundausstattung einer Kette um Silbertaler und Spenden zu bitten. Davon fertigte Ludwig Prandstetter aus Trostberg die erste Kette an, die trotzdem zu der Zeit noch 190 Deutsche Mark kostete. 

Ein alter Zeitungsausschnitt erzählt, dass das erste König- und Preisschießen im Jahre 1956 fast eine Woche gedauert hat. Mehrmals habe beim Preis- und Meisterschießen die Führung gewechselt. Der Hauptaugenmerk war aber auf die Würde des Schützenkönigs gelegt. Mit einem 34,0 Teiler errang der damalige Elektromeister Otto Zach sen. die Königswürde. Einer alten Tradition folgend, wurde der Schützenkönig Otto Zach sen. mit der Liezener (Steiermark) Stadtkapelle, dessen Kapellmeister Hans Schneider zuvor nach Emertsham geheiratet hatte,  von zu Hause abgeholt und im Gasthaus Wimmer dem heutigem Gasthaus „Bes´nwirt“ von Schützenmeister Andreas Mayr zum König proklamiert. Der erste Schützenball muss nach Aussagen der älteren Schützen ein Großereignis gewesen sein. Etwa 700 Gäste waren dazu gekommen. Beide Säle der Gasthäuser Wimmer und Spirkl seien rappelvoll gewesen. Je 15 Mann der Liezener Stadtkapelle spielten zum Tanz auf. Drei Tage blieben die Gäste aus Liezen und gaben auch noch ein Standkonzert.

Der Schützenball in Emertsham hat bis heute seine Anziehungskraft nicht verloren. Viele benachbarte Vereine mit ihren Schützenkönigen und Schützenköniginnen  nehmen jedes Jahr an dem Ereignis teil. Etwa 150 Gäste fanden sich beim Jubiläumsball ein. Auch heute gilt das Hauptaugenmerk der Inthronisierung der alten Schützenkönige und die Proklamation der neuen Könige. Seit Anfang der Neunziger Jahre wird zudem jedes Jahr ein Jungschützen gekürt. Neuer Schützenkönig wurde Uwe Hörl mit einem 2,1 Teiler vor Wurstkönig Tobias Schlögl mit einem 5,8 Teiler und Brezenkönigin Petra Becker mit einem 10,0 Teiler. Neuer Jungschützenkönig wurde Vitus Schneider mit einem 20,2 Teiler vor Wurstkönig Maximilian Becker mit einem 24,1 Teiler und Brezenkönigin Claudia Hundseder mit einem 28,3  Teiler.  Für den Jubiläumsball hatten sich die Verantwortlichen etwas Besonderes einfallen lassen. Für ein geringes Entgelt konnte jeder Ballbesucher am Schützenstand aufgefädelte Nudeln abschießen und dafür eine Rose gewinnen. Dafür legten sich viele der Schützen ins Zeug, um anschließend bei ihrer Angebeteten mit einer zu Rose werben zu können. Musikalisch wurde der Ball von der Gruppe „ woas i net“ umrahmt.  hm