Schießstandbau
von April bis Juli 2001
Vorraum und Schießstanderweiterung 2001
Wir haben fertig!
Endlich haben wir es geschafft. An ca. 80 Tagen haben 82 freiwillige
Vereinsmitglieder und auch nicht Mitglieder in ca. 3.800 Stunden den bestehenden
Schießstand und Vorraum teilweise abgerissen und wieder neu gebaut.
Eine wahnsinnige Energieleistung von allen.
Von der Brauerei Wieser wurde uns die Nutzung des Dachbodens, damals bei der
Festbierprobe, uneingeschränkt zugesichert. Übrigens der Fritz Wieser ist ein
sehr angenehmer und kooperativer Zeitgenosse. Für die nächsten 17 Jahre
können wir nun den Dachboden mietfrei nutzen.
Danke Fritz.
Jetzt können wir die modernste und großzügigste Luftgewehr-Schießanlage im
Landkreis Traunstein unser eigen nennen. Auf 400 m² stehen uns 20
Schießstände, ein Auswerteraum und ein komfortabler Umkleide- und
Schulungsraum zur Verfügung. Auf allen Ständen kann sowohl mit Luftgewehr wie
auch mit der Luftpistole geschossen werden. Des weiteren sind 4 Stände für
Armbrustschützen und 8 Stände für die Dreistellungs-Wettkämpfe erstellt
worden. Auf 2 Ständen kann mit der Fünf-schüssigen Luftpistole geschossen
werden.
Ein Anmelde- und Auswerteraum ist mit den modernsten technischen Mitteln
ausgestattet wie Telefon, Fax, Internet und elektronischer Auswertung.
Für die Mitglieder mit eigenem Waffen wurden 36 verschließbare Spinde gebaut
in denen die komplette Schießausrüstung eines jeden Schützen Platz findet.
Die notwendige Umkleidekabine ist sehr geräumig.
Die Vereinswaffen und Schießjacken bekamen neue Schränke.
Für die Jugendlichen wurde eine Eckbank gebaut wo sie vor und nach dem
Schießen auch spielen, quatschen und sich aufhalten können. Des weiteren
können hier Schulungen durchgeführt werden.
Für unsere neue Vereinsstandarte wurde eine Vitrine so platziert, so das sie
von beiden Seiten eingesehen werden kann. Für unsere Trophäen wurde oberhalb
des Treppenaufgangs eine Pokalecke eingerichtet.
Die Beleuchtung am Schießstand wurde verbessert und an den
Beleuchtungsrichtlinien des Schützenbundes angepasst.
Die fehlende Belüftung wird jetzt durch drei neue Dachfenster ermöglicht.
Notbeleuchtung und Rauchmelder wurden installiert. Ein Sicherheitsschalter an
der Tür wurde angebracht, der nach dem verschließen der Tür das Licht und die
Standheizung automatisch abschaltet. Des weiteren ertönt beim schließen ein
Summton, falls noch ein Dachfenster offen ist. Und so weiter. Am besten ihr
schaut es euch in Natura an.
Wie kam es dazu, oder wem ist dieser Wahnsinn eingefallen?
Es war Sommer 2000 in Italien. Die notwendige Urlaubszeit nach unserem
großartigen Schützenfest war gekommen. Ich machte mir Gedanken wie wir die
beengten Verhältnisse bei uns verbessern könnten und zeichnete einige
Planvarianten wie wir den Vorraum erweitern sollten. Werner, Konrad, Gabi und
Petra interessierte dieses Thema zu diesem Zeitpunkt gar nicht. Wem wundert das
auch.
Dann in der Vorstandssitzung im September wurde die Erweiterung diskutiert. Für
die Vorraumerweiterung waren alle. Für die Schießstanderweiterung war die
Meinung sehr geteilt. Dennoch sah man die Notwendigkeit aus 4 Gründen zu
zustimmen.
Der Ansturm der Jugendlichen in unserem Verein wird immer größer.
Die Anfangszeit um 17 Uhr war für die Übungsleiter zu Früh. Damit alle Kids
zwischen 18 Uhr und 19 Uhr schießen können müssen mehr Stände her.
Wenn nur der Vorraum erweitert wird, kann später der Schießstand nicht mehr
erweitert werden, da das sperrige Material nicht mehr in den Dachboden
transportiert werden kann.
Der Standboden schwingte und musste wieder stabilisiert werden.
Zum
Schluss waren alle dafür den Vorraum und den Schießstand auf 18 Stände zu
erweitern.
Die Brauerei Wieser und die Wirtsleute haben diesem Projekt auch zugestimmt.
Warum bauen die Schützen schon wieder fragten sich viele danach?
Kriegen
die Schützen den Hals nicht voll genug, oder ist denen langweilig?
Weder
das eine noch das andere ist der Fall.
Wer hätte beim Standbau vor 7 Jahren und der ersten Standerweiterung vor 4
Jahren wohl daran gedacht, dass die Kapazitätsgrenze so bald überschritten
sein wird. Aber die außerordentliche effektive Jugendarbeit des
Schützenvereins trägt reichlich Früchte. Damals 1994 als wir gebaut haben
waren es ca. 8 Jugendliche die am Schießsport interessiert waren. In der
letzten Saison tummelten sich bereits ab 17 Uhr 30 rund 20 bis 30 Schüler und
Jugendliche vor der noch verschlossenen Türe zum Schießstand, um möglichst
schnell einen freien Stand oder ein bestimmtes Vereinsgewehr zu ergattern. Die
Übungsleiter mussten oft von den Jungschützen hören, „Wann ist endlich ein
Schießstand frei“, „ich kann die Schießjacke und die Gewehrtasche nicht
unterbringen“, „Warum gibt es hier keine Umkleidekabine“ und so weiter.
Diese Begeisterung kommt nicht von ungefähr. Die Vorstandschaft hat schon in
der Vergangenheit die Priorität auf die Nachwuchsförderung gelegt. In den
letzten 4 Jahren investierte der Verein über 40.000 DM in die Jugendarbeit.
Hierbei wurden im wesentlichen spezielle Vereinswaffen und Schießkleidung für
Jugendliche und Standeinrichtungen angeschafft. Die freiwillige unentgeltliche
Betreuung an ca. 3.000 Stunden in diesem Zeitraum kommt noch hinzu.
Dies sind einige Gründe, warum bei den Emertshamer Schützen der Ausbau der
bestehenden Räumlichkeiten anstand.
Zur steigenden Zahl der vereinseigenen Sportwaffen, sowie der Lagerung der
diversen Schießbekleidung, kommt die Deponierung der privaten Sportwaffen und
Schießbekleidung wie Jacke, Hose und Schuhe. Auch deshalb platzt der Vorraum
aus allen Nähten. Ferner ist es den weiblichen Mitgliedern nicht länger
zumutbar, sich vor dem anderen Geschlecht aus- und umzuziehen. Ein Umkleideraum
ist deshalb unumgänglich. Ein Schulungs- bzw. Informationsraum fehlte bisher
gänzlich und ist für die Jugendarbeit dringend notwendig.
Woher das Geld nehmen und nicht stehlen?
Die grob geschätzten Kosten lagen damals bei ca. 57.000 DM. Der Verein
verfügte aus dem Fest über 15.000 DM Rücklagen. Es fehlte also eine Menge.
Nach vielen Gesprächen mit Gemeinde und Landratsamt bekamen wir die Zusage für
ca. 20.000 DM. Noch fehlten 22.000 DM. Geplant war über private Sponsoren und
Werbung ca. 15.000 DM und durch eine Disco 10.000 DM einzunehmen. Aus der Disco
wurde aus verschiedenen Gründen nichts, unter anderem war keiner der gefragten
in Emertsham über eine Disco bei Ihm begeistert.
Wie sah die Finanzierung dann tatsächlich aus?
Die gesamten Baukosten beliefen sich auf ca. 76.000 DM, also ca. 19.000 DM mehr
als geplant.
Von den angefragten Firmen wurden 15.000 DM gesponsert.
Folgende Firmen haben symbolisch die Patenschaft für je einen Schießstand
übernommen:
Gerüstbau Peiniger RöRo,
Elektroanlagen Otto Zach,
Schreinerei Unterforsthuber,
Finanzdienstleistungen Hans Schirmer,
Brauerei Fritz Wieser,
Autohaus VW & Audi Schlögl & Söhne,
Baywa Emertsham,
Baugeschäft Konrad Mußner,
Elektro Franz Saxberger,
Elektro Kreutzpointner und
Elektroanlagen Foxboro Eckhardt.
Von der Gemeinde Tacherting bekamen wir im Oktober 2000 die Zusage für 10.000 DM, wobei die erste Zahlung von 8.000 DM Ende Mai 2001 erfolgte und hoffentlich die restlichen 2.000 DM Ende September 2001 ausgezahlt werden.
Das
Landratsamt Traunstein beteiligte sich mit 15 % der Baukosten. Nach der Zusage
wurden 9.600 DM sofort ausbezahlt. Vielleicht werden auch die tatsächlichen
Baukosten bezuschusst.
Die
Rücklagen vom Verein von 15.000 DM wurden völlig aufgebraucht.
Dies gibt eine Summe von 49.600 DM.
Hoppla es fehlen ja 26.000 DM.
Woher kamen die?
Hier ist ein Name besonders zu nennen der das unmögliche möglich gemacht hat,
Werner Becker.
Was
der organisiert und gerackert hat geht auf keine Kuhhaut.
Weitere Geldgeber die das unmögliche möglich gemacht haben waren:
die Degussa AG,
Familie Hörl und Familie Gmaindl,
Karl Seiler und Klaus Haider
Alfred Schlagberger.
In der Schlussphase der Bauzeit hat sich durch ausständige zugesagte
finanzielle Gelder der Kassenstand auf dramatische Niederungen gegeben.
Tiefststand war 400 DM.
Aber zum Schluss hat sich wieder alles gelichtet. Derzeit verfügt der Verein,
wenn alle zugesagten Spenden eingegangen sind wieder über ca. 10.000 DM.
Bauzeit
Hier unternehme ich den Versuch, das was wir gemacht und nicht gemacht haben in
Ausschnitten zu schildern.
Treppe auf Treppe ab
Während der Bauzeit wurde ca. 2.500 mal in den Dachboden mit schweren Ballast
rauf und 2.500 mal. teilweise mit Last, wieder runter gegangen.
WAHNSINN.
Gesellschaft
In der ganzen Vereinsgeschichte hat es noch nie so viele aufeinander folgende
Gesellschaftsabende gegeben. Ich habe in dieser Zeit unsere Mitglieder sehr viel
besser kennen gelernt. Es wurde gearbeitet auf Teufel komm raus. Es wurde
gelacht, gestritten und sich wieder vertragen. Brotzeit, Kaffee, Kuchen und
Mittagessen war in Hülle und Fülle von vielen gespendet worden. Manchmal war
mehr Verpflegung als Helfer da.
Vergelts
Gott allen, die hier Ihren Beitrag für das leibliche Wohl geleistet haben.
Es war immer sehr lecker!!
Jugendarbeit
Das größte Jugendprojekt des Vereins 30 Jugendliche leisteten über 1.000
Stunden zum Standbau bei. Unsere Kids hämmerten, schraubten, sägten, bohrten,
planten, malten, isolierten, verlegten den Boden, dekorierten, trugen Material
und Werkzeug auf und ab. Und so weiter.
Es war eine Freude denen zu zuschauen und was ich für fast unmöglich gehalten
habe sie bauten "Ihren" neuen Schützenstand und Vorraum mit
"Ihren" Ideen.
Über 100 Stunden arbeiteten Martina Daschiel, Stefan Leitner, Robert Anselm und
Christina Becker.
Ausräumen
Am 21. April ging es los. 41 Mitglieder räumte den Dachboden. Das war die
größte Mannschaft in der ganzen Bauzeit. Der Wirt Anderl stellte mehrere
Anhänger vor die Wirtschaft und wir räumten den Dachboden. Einige Sachen
wurden aber vermisst. Ein kleiner Teil kam wieder zum Vorschein. Der Rest ???
Wenn also noch jemand Flohmarktartikel aus dem Wirtshaus-Dachboden zu Hause hat
soll er sie doch beim Wirt's Anderl abgeben.
Abbruch
Boden, Wände, elektrische Installation wurden abgerissen. Es sah mehrere Wochen
aus als hätte eine Bombe eingeschlagen.
20 Schießstände
Geplant waren 18 Schießstände. Aber ein nicht genannter bildete sich unbedingt
ein 20 Stände zu bauen (Wer war das wohl?). Kurzer Hand wurde Hans Winterer
beauftragt nach zu sehen ob hinter dem 9er Stand die Möglichkeit für einen
weiteren Stand besteht. Drei Stunden später war es geschehen. Die rechte
Wandseite war abgerissen, also kein zurück mehr. Folglich musste jetzt wegen
der Symmetrie auf der linken Seite auch ein Schießstand hin. Deshalb haben wir
jetzt 20 Schießstände.
Standboden
Der Boden wackelte an allen Ecken und Enden. Wie kriegen wir in Schwingungsfrei?
Konrad Diensthuber sah sich das mal an und verwies uns auf einen Statiker. Die
Fa. Kron erstellte ein statisches Gutachten (spendete dann die Gutachter Kosten)
und machte uns den Vorschlag einen vollflächigen verleimten 20 cm starken
Holzboden auf die Tragmauern zu verlegen. Dies wären für die 80m² Boden,
Kosten in Höhe von ca. 15.000 DM gewesen. Zuviel für die gebeutelte Kasse. Wir
sahen uns nun den Bodenunterbau genauer an und analysierten woher die
Schwingungen kamen. Das Ergebnis war, das wir auf die Tragmauern 24 cm starke
Leimbinder in einem Abstand von ca. 2,5m verlegten und diese dann mit stehenden
Bollern verschraubten und diese wieder mit stehenden Bollern versteiften. Die
ganzen 80m² sahen danach wie lauter Kästchen mit einer Größe von 25cm x 40
cm. Eine wahnsinnige Konstruktion, die 3 Leute in einer Woche verschraubt und
verleimt (25 Liter) haben. Zum Schluss wurde Kaltenhauser's wunderbarer
Dielenboden verschraubt, geschliffen und geölt.
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Staubig ging's zu. Martina, Gabi, Margit, Petra, Katharina und Michaela beim isolieren. |
Uwe beim Deckenunterbau!! |
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Michael, Manfred, Thomas und Robert beim Spannplatten verschrauben im Vorraum. |
Johannes und Hans montieren die Kugelfang-Rückwand |
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Margit und Katharina schneiden die Heraklitplatten zu. |
Gerhard prüft die Standheizung. |
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Werner war eine Woche beschäftigt, nur für den Unterbau des Standbodens. |
Hans montiert die Türen für die Gewehrschränke |
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Alfred, Sepp und Simon verlegen den Stand-Dielenboden |
Martina schneidet Heraklitplatten zu |
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Von den Mädels wurden die Spinttüren nach jedem Wunsch künstlerisch bemalt |
Werner und Hans beim zuschneiden |
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So sah es mehrere Wochen auf der Baustelle aus. |
Hans verschraubt die Spannplatten. |
Wer half alles mit?
Gesamt 3.676 Stunden Daschiel Hans (200 Std. Planung) 566 Becker Werner (10 Std. Planung) 305 Kraus Josef (4 Std. Planung) 203 Hörl Uwe 182 Winterer Johann 171 Daschiel Martina 163 Hundseder Gerhard (10 Std. Plan.) 157 Leitner Stefan 123 Schlagberger Alfred 122 Daschiel Gabi 120 Anselm Robert 103 Becker Christina 101 Gmaindl Margit 96 Kraus Georgine 90 Strasser Willi 87 Bayerl Ernst 84 Becker Michaela 62 Schuster Hans 54 Schlagberger Nicola 50 Becker Maximilian 49 Loher Manfred 48 Becker Petra 43 Maier Johannes 42 Brand Claudia 42 Hellmeier Max 40 Künzner Anna 40 Hörl Michael 38 Schuster Kevin 37 Seiler Karl (4 Std. Planung) 27 Gmaindl Silvia 27 Daschiel Katharina 26 Hörl Waltraud 25 Brand Julia 23 Hundseder Elisabeth 20 Schlagberger Simon 20 Stauderer Markus 20 Nowara Albertina 18 Guglweid Peter 17 Daschiel Konrad 16 Kraus Werner 14 Erl Agnes 13 Schlögl Theresia 11 Towara Tobias 11 Brand Sebastian 10 Schuster Tamara 10
und weitere
Daschiel Florian, Hörl Franzi, Westermeier Karin, Annabrunner Martin, Daschiel Stefan, Schlögl Reinhold, Strasser Susanne, Nowara Karl - Heinz, Seiler Thomas, Hörl Rosa, Gmaindl Resi, Wimmer Andreas, Graef Alexandra Petra, Heimerl Christian, Hochreiter Johannes, Kadur Jasmin, Winterer Rosa, Winterer Anita, Zwieselsberger Anna, Bruckeder Christian, Unterforsthuber Hans, Seiler Elisabeth, Gruber Marianne, Gruber Josefine, Gruber Lorenz, Kaltenhauser Fritz, Mayr Alois, Schuster Syren, Seiler Zenzi, Stich Walter, Wimmer Maria, Bayerl Lotte, Kugler Christoph, Lipp Greti, Mayr Gisa, Unterforsthuber Thomas, Zach Hilda